Schüleraustausch im Jahre 2000 - Junge Ungarn am KSG
„Die Ungarn haben durch die Öffnung ihrer Grenzen für DDR-Bürger seinerzeit das Tor zur Wiedervereinigung aufgestoßen und verdienen dafür unseren Dank“, mißt KSG-Schulleiter Eberhard Häckell den Beziehungen zu unseren mitteleuropäischen Nachbarn besondere Bedeutung bei. Das Kurfürst-Salentin-Gymnasium trägt dem Rechnung durch eine Schulpartnerschaft mit dem „Ady-Endre-Gimnazium“ im südungarischen Nagyatäd, die seit dem Pionierjahr 1991 -die KSG-Lehrerinnen Maria Böhm und Rosmarie Hagel bahnten die Kontakte an -besteht.
Nahtlos reihte sich seitdem in den Reigen der Begegnungen zwischen beiden Schulen der jüngste Gegenbesuch der Magyaren in der Bäckerjungenstadt ein. Zusammen mit Kollege Bernhard Fröhlich, Schülern und Elternschaft hatte die Austauschleiterin Helga Kuch den zehntägigen Aufenthalt der fünfzehnköpfigen Gruppe in einer speziellen Ungarn-AG detailliert vorbereitet. Im Rahmen des Projekts, diesmal unter dem Thema „Rheinromantik“, besuchten die Gäste nach zwei Tagesexkursionen nach Trier und Köln, die Marksburg bei Braubach, das Rheinstädtchen Bacharach, die Burg Stolzenfels und schließlich Koblenz, um auf diese Weise Geographie, Geschichte und Kultur des Gastlandes vor Ort zu erfahren und zu beschreiben. Vorausgegangen war die Erkundung des Schulstandortes Andernach, durch den engagiert und sachkundig KSG-Pensionär Norbert Lauer führte. Herzstück des Aus-tauschs bildeten für die jungen Ungarn freilich die privaten Kontakte, das Leben in den Gastfamilien sowie der deutsche Schulalltag.
Am Schlußtag der Begegnung, die von großer Herzlichkeit und Kameradschaft getragen war, fand die Auswertung und Präsentation der Projektergebnisse statt. „Alle Beteiligten arbeiteten intensiv an ihren Themen. Es wurden Texte in Deutsch erstellt, Zeichnungen und Karten gefertigt, eine Plakatwand mit Fotos gestaltet. Sprachlich kamen die Gäste aufgrund ihrer relativ guten Deutschkenntnisse gut zurecht“, zog Projektleiterin Helga Kuch ein positives Fazit des Aus-tauschs, auf dessen Fortsetzung beide Seiten trotz arbeitsintensiver Vorbereitung und Durchführung auch für die Zukunft hoffen.
„Eine Zukunft, die auch mit der Vision verknüpft ist, daß unser Land eines Tages Mitglied in der EU sein wird“, gaben die betreuenden ungarischen Lehrerinnen Erika Heizier und Elisabeth Bencze den allgemeinen Erwartungen ihrer Landsleute Ausdruck.
G.S.