Die Jahrgänge berichten: 1950
Von den 24 Abiturienten sind schon sieben Mitschüler verstorben. Ralf Bley aus Sinzig ist seit längerem unauffindbar, vier Klassenkameraden sagten aus familiären Gründen ihre Teilnahme ab, zu dem verbliebenen Dutzend gesellte sich zu unserer Freude der Prior aus Maria Laach, Pater Drutmar Krämer, der bis zum Kriegsende unser Mitschüler war, dann aber nach dem Tod seiner Mutter nach Koblenz umzog und dort sein Abitur ablegte.
Unser Treffen war auf einen halben Tag begrenzt. Wir fanden uns im Parkhotel zusammen und erkannten uns auf den zweiten Blick sogar wieder. Ein gecharterter Kleinbus brachte uns zum Friedhof, wo wir stellvertretend für alle dort ruhenden Lehrer unserem „Originalius“ Franz Scholz einen Blumengruß auf das Grab legten. Klassenkamerad Fritz Masfelder lotste uns fachkundig zum Rheinhafen und zu den Industrie- und Neubaugebieten der Stadt. Danach ging es ins Hotel-Restaurant „Zum Bollwerk“, wo uns der kleine Saal im Obergeschoß reserviert war.
Hier trug nach dem gemeinsamen Abendbrot jeder in Kurzform seinen Werdegang seit dem Schulabschluß vor. Unsere drei Juristen sind immer noch beruflich aktiv. Auch Dr. (Peter) Willi Jansen ist als Filmkritiker beim Südwestfunk noch eingebunden, aber auch alle übrigen üben zumindest ehrenamtlich noch eine Tätigkeit aus. Es wirkten also alle 70jährigen noch einigermaßen rostfrei.
Tags darauf besuchten wir zusammen noch das Informationszentrum des Vulkanparks in Saffig, und danach verabschiedeten wir uns mit dem Wunsch, ein solches Treffen ohne Datumszwang zu wiederholen.
Unserem noch lebenden Lehrer, Herrn Oberstudienrat Gerhard Feuster, überbrachte eine Abordnung von zwei Mann die Grüße aller mit einem Blumengebinde.
Ganz sicherlich empfanden alle Teilnehmer es als wohltuend, trotz der langen Zeitspanne einen Zusammenhalt zu verspüren
Bodo Jeromin