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Die Freie Liste bei der Personalratswahl 2000


Die Ersetzung der rheinland-pfälzischen Bezirksregierungen durch die sogenannten Aufsichts- und Dienstleistungsdirektionen (ADD) - Andernach gehört zur ADD Trier - machte die Wahl eines neuen Personalrats für die einzelnen Außen- und Dienstleistungsdirektionen erforderlich. Diese Wahl fand am 14/15. September 2000 statt. Außer dem Philologenverband Rheinland-Pfalz und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) trat auch eine Freie Liste zur Wahl an. Ihre Kandidaten waren Jörg Pöttgen, Wolfgang Schwarz, Volker Stähle, Dorothea König, Winfried Sigismund, Renate Rost (alle KSG) und Günter Haffke (BVS).

In ihrem Wahlaufruf garantierten die Kandidaten der Freien Liste „keine Abhängigkeiten von Landesverbänden und Landesvorständen“. Sie versprachen „nur Interessenvertretung für Kolleginnen und Kollegen sein“ zu wollen. Ferner forderten sie eine größere Transparenz bei Beförderungen. In diesem Zusammenhang verlangten sie „eine Modifizierung des Beurteilungsverfahrens für Teilzeitkräfte mit Kindern, damit sie bei Beförderungen nicht mehr benachteiligt sind“, wobei sie zu bedenken gaben, daß es schwer sei, „bei zwei kleinen Kindern außerunterrichtliche Aktivitäten zu erbringen“.

Von der ADD und ihren Vertreterinnen und Vertretern erwarteten sie, daß diese „nicht die neuesten Moden der Pädagogik im ‚ambulanten Gewerbe' verbreiten (und Beförderungen davon abhängig machen!), sondern termingerechte und sachorientierte Verwaltungsarbeit“. Nicht zuletzt forderte die Freie Liste „mehr Autonomie für die einzelnen Schulen mit weniger Referentenbesuchen“ und „eine Autonomie für die einzelnen Schulen, die sich nicht in Mangelverwaltung erschöpft“.

Die Wahl brachte für den Bereich der ADD Trier folgende Ergebnisse:

Abgegebene gültige Stimmen: 6.584

Philologenverband: 5.091 (77,32%)

G E W: 1.193(18,12%)

Freie Liste: 300 (4,55%)

Die Ergebnisse am KSG:

Abgegebene gültige Stimmen: 51

Philologenverband: 17 (33,33 %)

GEW: 1 (1,96 %)

Freie Liste: 33 (64,70 %)