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Die Verabschiedung der Abiturienten in der Mittelrheinhalle


Sie feierten bis es hell wurde: 84 Abiturienten des Kurfürst-Salentin-Gym-nasiums machten drei Tage lang Party! Bereits am Mittwoch ersparten die Ex-Salentiner ihren Mitschülern vier Stunden Unterricht: Der Abi-Streich sorgte alternativ für Spaß und Unterhaltung. Unter dem Motto „Abi total“ sangen die Abiturienten „Abigramme“ für ihre ehemaligen Lehrer, zeigten selbstgedrehte Filme und brachten zu Britney Spears „Crazy“ Direktor Eberhard Häckell zusammen mit einigen Lehrern beim Tanzen ins Schwitzen.

Seriöser ging's am Freitagabend zu: In der Mittelrheinhalle Andernach wurden die Abiturienten ganz offiziell entlassen. Eingerahmt von Auftritten des Abi-Chors gestaltete sich der offizielle Teil des Programms recht persönlich: Sven-Erich Czernik sprach für das Lehrerkollegium zu den Abiturienten und verdeutlichte ihnen auf eine amüsante Weise anhand von naturwissenschaftlichen Daten und Fakten ihren statistischen Platz in der Welt des Jahres 2.000. Radikal schilderte Czernik Zukunftsszenarien wie Überbevölkerung und Rohstoffmangel und wies die Abiturienten dabei daraufhin, ihren Lebensweg global so wie persönlich zu gestalten. Aus Schülersicht resümierten Manuel Kohl und Michael Mohr in einem süffisanten Zwiegespräch die gemeinsame Zeit bis zum Abitur. Sie stellten fest, daß die Schüler untereinander ein verhältnismäßig gutes Klima gehabt hätten, kehrten aber in ihrer Rede ganz besonders das gute Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern hervor.

Sogenannte „harte Hunde“ unter den Lehrern hätten sich menschlich gesehen als schülerfreundliche Glücksfälle entpuppt, die sich fachlich und sozial engagiert hätten.

Schüler wurden für ihr Engagement geehrt

Direktor Eberhard Häckell, der traditionell der letzte Redner des Abends war, hielt ebenfalls eine sehr persönliche Rückschau auf die vergangenen Jahre am KSG. Der Direktor hatte einige Abiturienten selbst einmal unterrichtet und wußte deshalb um die Macken, wie etwa Lärm in der Mediothek, aber auch die guten Seiten des Abiturjahrgangs, der sich in vielerlei Hinsicht engagiert hatte. Häckell brachte die Zahl der Abiturienten statistisch in Relation zu allen Schülern derselben Jahrgangsstufe, die das KSG schon vor dem Abitur verlassen hatten. „Es ergeben sich statistisch unendlich viele Möglichkeiten. So bleibt es Ihnen selbst überlassen, ob diejenigen, die heute ihr Abitur bestanden haben, auch einen guten Lebensweg einschlagen werden“, stellte der Schulleiter fest, blieb aber trotzdem optimistisch und wünschte allen Abiturienten alles Gute, bevor er einige Schüler besonders ehrte. Im Bereich „Jugend forscht“ hatten Manuel Kohl, Michael Schmitz, Elmar Daiber, Manuel Allspach, Reinhold Zimmermann und Dominik Gunkel besondere Leistungen erbracht. Manuel Kohl hatte neben seinem ausgezeichneten ersten Platz im Regionalentscheid im Landeswettbewerb zusätzlich noch einen Sonderpreis mit seiner Arbeit im Fach Biologie gewinnen können. Dafür wurde er besonders gelobt. Alle Jungforscher erhielten Preise des Fördervereins und der „Stiftung für unsere Jugend“. Denis Willkomm erhielt einen Preis als Dank für sein Engagement in der Schülerzeitung, während Bernd Anspach für seine Tätigkeit in der Öko-AG und Kathrin Noll für ihr Engagement innerhalb der Schule geehrt wurde. Michael Mohr erhielt eine Auszeichnung für seine überdurchschnittlichen Leistungen im Fach Physik. Alle Schüler, die einen sehr guten Abiturdurchschnitt erreicht hatten, erhielten Preise des Fördervereins. Darunter: Thorsten Brach, Reinhold Zimmermann, Dominik Gunkel, Manuel Kohl, Michael Mohr und die Jahrgangsbeste Kirsten Rulf, die außerdem den Sonderpreis des Ministeriums für ihren ersten Platz im landesweiten Altsprachenwettbewerb „Certamen Rheno-Palatinum“, einen Preis von der „Stiftung für unsere Jugend der Kreissparkasse“, und den Ehrenpreis des Kultusministers für besonderes Engagement und vorbildliche Haltung in der Schule erhielt.

Nach der anschließenden Zeugnisausgabe endete der offizielle Teil. In gemütlichem Rahmen und mit Musik der Abi-Band klang die Feier aus. Am Samstag in der Niedermendiger Schützenhalle allerdings feierten die Abiturienten ihre bestandene Prüfung noch einmal ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden mit ihren Mitschülern und allen, die mitfeiern wollten. Die Abi-Band „The Elctors featuring Fred Yskin“ machte Stimmung und sorgten für Party-Laune bis zum Umfallen.

(kr)