Frühjahrskonzert am KSG
„Wir sind unfähig, ein kurzes Konzert auf die Beine zu stellen“, gab der Gesamtleiter des diesjährigen Frühjahrskonzertes am KSG, Uwe Rees, bei der Begrüßung entschuldigend zu. Aus der Perspektive des Publikums sicher ein Glück, denn was die Salentiner Musik-Arbeitsgemeinschaften zu bieten hatten, war nicht nur vielseitig, sondern auch professionell. Dabei blieb trotzdem noch genügend Freiraum für spontane Einlagen, z. B. um einfach mit der Musik mitzugehen und zu tanzen, was sofort auf das Publikum übersprang und für eine Superstimmung unter den etwa 1.000 Zuschauern sorgte. Die Highlights des Salentiner Frühjahrskonzerts waren die Auftritte des mittlerweile auf über 100 Teilnehmer angewachsenen Mittel- und Oberstufenchors und der Big Band, aber auch die jüngeren Akteure wußten zu begeistern. Unter der Leitung von Peter Josef Doetsch bot der Instrumentalkreis der Unterstufe mit Tänzen aus der Renaissance, mit Melodien aus der Karibik und kleinen Jazzrock-Stücken ein abwechslungsreiches Programm. Dabei waren die Arrangements speziell von Peter Josef Doetsch auf die bunte Besetzung der Gruppe abgestimmt.
Unter dem Motto „Sing the rock“ ging es fetzig weiter. Der Unterstufenchor (Leitung: Annedor Setzkorn) legte mit dem Song von der „Käsebande“ und „Down by the Riverside“ so richtig los. Für akrobatische Showeinlagen sorgte die Unterstufentanz-AG (Leitung: Annegret Rayes), die bei „Käsebande“ als Mäusehorde über die Bühne wirbelte und wenig später beim „Urwaldsong“ als Tiger den Chor tänzerisch unterstützte. Bei „We are the World“ bewiesen kleine und große Solisten, daß am KSG Teamwork groß geschrieben wird, und dieser Song wurde von Mitgliedern des Mittel- und Oberstufenchors einstudiert und mitgestaltet. Während der Pause bot die Griechischgruppe aus der Klasse 9a mit ihrem „lakonischen Schäferstück“ eine gänzlich unmusikalische und darum erfrischende Darbietung, bevor im zweiten Teil des Konzerts der Mittel- und Oberstufenchor und im dritten Teil Chor und Band Schlag auf Schlag das Publikum durch alle musikalischen Richtungen führten.
Von getrageneren Stücken wie „Ade zur guten Nacht“ über ein „Les Miserables-Medley“ und den „Summer Samba“ bis hin zu den Blues Brothers hatte man alles im Repertoire. Dabei konnten die Leiter Annedor Setzkorn und Uwe Rees auch auf das Potential vieler Solisten zurückgreifen. Hier sind besonders zu nennen: Julia Doppler und Bastian Müller, die den ganzen Abend fast unmerklich eine perfekte Begleitung am Klavier boten, Sebastian Brenner, der das Schlagzeug bediente und Simone Schmorleiz, die mit einer schwierigen Ballade aus dem Musical „Elisabeth“ ein „Gänsehautfeeling“ erzeugte und es so schaffte, das ansonsten alles andere als zurückhaltende Publikum für Minuten mucksmäuschenstill werden zu lassen. Aber auch Nina May beeindruckte mit ihrer phantastischen Stimme immer wieder mit Solopassagen und als Frontfrau der „Abi-Band 99“, die mit einem fetzigen Auftritt die Halle zum Kochen brachte, woran nicht zuletzt auch die Sänger Tobias Hobbach und Frank Albrecht beteiligt waren. Aber noch viele weitere Solisten gestalteten den Abend mit, so daß es kaum möglich ist, alle zu erwähnen. Insgesamt gesehen wurde beim Salentiner Frühjahrskonzert deutlich, daß Chor und Band nicht nur in der Lage sind, ihr Niveau der vorigen Jahre zu halten, sondern auch das Publikum immer wieder mit zusätzlichen Ideen zu überraschen und musikalische Höchstleistungen zu bieten.
Wie bei den vergangenen Konzerten betrieben die Salentiner auch in diesem Jahr wieder einen großen technischen Aufwand: So mußte man neben Licht- und Nebeleffekten auch noch die schwierige Akustik der Sporthalle in den Griff bekommen. Dafür leisteten die beiden Arbeitsgemeinschaften für Ton- und Lichttechnik tagelang ganze Arbeit. Damit dies im nächsten Jahr nicht mehr ganz so schwierig wird, versprach Dr. Porz, Vorsitzender des Fördervereins des KSG, im nächsten Jahr für das Konzert die Mittelrheinhalle zu mieten. Am Ende blieb nur noch der Dank an alle Beteiligten und ganz besonders an die 24 Schüler, für die das Konzert einen Abschied bedeutete. Nach dem Konzert war sowohl für die Akteure als auch für das Publikum klar: Im nächsten Jahr werden die Musik-AGs am KSG sicherlich wieder ein musikalisches Erlebnis auf die Beine stellen. - Hoffentlich sind sie auch dann noch unfähig, ein kurzes Konzert zu schaffen.
Chor-Solisten waren: Frank Albrecht, Sabrina Arnold, Claudia Bender, Celina Bermel, Sebastian Brenner, Svenja Busch, Andrea Held, Nina May, Oliver Neuhaus, Laura Plitzko, Anne Popanda, Sarah Potthast, Johanna Renn, Simone Schmorleiz, Melanie Stahlhacke und Daniel Weinand. Band-Solisten waren: Sebastian Brenner, Sandra Erker, Dennis Gauker, Felix Geisen, Nico Günther, Tobias Hobbach, Michael Pokriefke, Johannes Quast und Sarah Urmersbach.
Kirsten Rulf
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Nicht erwähnt wurde leider in diesem Artikel, daß die Vereinigung ehemaliger Salentiner auf Vorschlag der Musiklehrer des KSG sechs besonders engagierte Mitwirkende aus der 13. Jahrgangsstufe auszeichnete und ihnen als Anerkennung einen Gutschein über je 20,- DM überreichte. Aus der Chor-AG waren dies Nina May, Sebastian Brenner und Bastian Müller, aus der Band-AG Kai Knebel, Nicole Rollmann und Stefan Altenhofen, der als Schüler der 10. Klasse der Hauptschule St. Thomas den Weg zur Band-AG fand und zusammen mit Kai Knebel für die Lichttechnik verantwortlich war.